Klappe die 2te

Nach einiger Wartezeit kam nun das neue Türblatt, da das erste einige Wochen zuvor der Schwerkraft zum Opfer gefallen ist.

Da stand die Tür nun im Transporter, bereit zur Montage. Die Schwerkraft wurde der Tür nicht erneut zum Verhängnis. Doch irgendwas stimmt doch nicht? Die Tür wies äußerlich wieder eine Macke auf und der Schließzylinder funktionierte nicht einwandfrei. Von innen ließ er sich in alle Richtungen bedienen und auch von außen konnte man die Tür verschließen. Nur öffnen ließ sie sich dann nicht mehr. Man gut, dass es einen Testlauf gab und noch jemand im Haus war.

Also wurde das erste kaputte Türblatt wieder eingebaut, da dieses ja zumindest funktionstüchtig ist. Und nun warten wir auf die Stellungnahme und den Liefertermin des Herstellers.

Ein neues Gewand – Der Außenputz

Nach dem ganzen Hin- und Her mit dem Gerüst wurde unser Haus nun endlich verputzt. Entgegen der Aussage von Bien Zenker wurde der Armierungsputz nicht noch mal an den per Hand armierten Stellen begradigt. Sprich an den Trennstellen der einzelnen Hausteile.

Nun wird’s schön weiß:

Auf den ersten Blick und laut DIN-Toleranzen ist das alles total gut geworden.

Dazu muss man wissen, dass so ein verputztes Haus bei diffusem Licht aus 15m Entfernung aus 90 Grad Blickwinkel zu beurteilen ist. Viermal am Tag darf man sich dann an seinem Haus im Streiflicht erfreuen:

Immerhin: Bien Zenker hat uns die Nachbesserung für das kommende Frühjahr zugesagt.

Das Gerüst steht wieder….

…aber leider nicht so, wie es soll. Nun stehen die Diagonalstreben auf der Zufahrt. Und das zwei Tage vor der großen Holzlieferung für den Bau des Dachstuhls auf dem Grundstück hinter uns. Also gibt’s eine weitere Anfahrt für die Gerüstbauer. Geld können die mit unserm Bau wohl nicht mehr verdienen bei soviel unnützer Arbeit. 

Der Termin für den Aussenputz ist natürlich geplatzt, der war ja für Samstag angesetzt. Aber ohne Gerüst kein Putz.

Eine böse Vorahnung

Man kennt das ja. Man sieht etwas, meint es zu erkennen und prompt hat man so eine Ahnung, ein blödes Gefühl halt. 

Bei uns geht es dabei um unser Gerüst. Auf dem Weg zur Baustelle kam uns ein LKW eines Gerüstbauers entgegen, voll bepackt mit grünen Gerüstteilen. Jeder Gerüstbauer sucht sich für seine Teile ja nun irgendeine Farbe aus. Ihr dürft mal wieder raten. 

Genau….in unserem Fall war die Lieblingsfarbe der Firma wohl grün. Und da war es, das blöde Gefühl, dass wohl grad unser Gerüst abgebaut wurde. Als wir um die Ecke aufs Grundstück bogen bestätigte sich diese Ahnung. Zwar können wir nun das Haus mal in voller Größe ohne Gerüst begutachten, wie jedoch der für Samstag angekündigte Aussenputz fertiggestellt werden soll ist fraglich. 

Der Bauleiter war nach der telefonischen Info ebenso überrascht. Schnell klärte sich, dass der Gerüstbauer die Baustellen verwechselt hatte. Statt in Celle abzubauen, landeten sie halt in der Wedemark. Kann ja mal passieren…..sollte es aber nicht!

Handwerker sind Rudeltiere

Heute haben sich wieder zwei völlig verschiedene Gewerke gedacht das gemeinsame Zeit auf der Baustelle einfach schöner ist als einsames Werkeln. Die Firma HSL Laibacher installiert die PV-Module auf dem Dach und unten drunter bereitet die Firma Kreie den Estrich vor.

Erstmal zur PV-Anlage. Wir bekommen 18 Module mit einer Gesamtleistung von 4,77kWp. Die Waffen der Wahl sind dabei die Module der Solar Fabrik, P-Serie, 265 Wp pro Modul. Diese hängen am Wechselrichter von Kaco, dem ‚blueplanet 4.6 TL1‘. Da unser Schornstein vormittags einen Schatten auf zwei Module wirft wird die Anlage in zwei Strings aufgeteilt. Bei PV-Anlagen ist es nämlich leider so, dass die Module in Reihe geschaltet sind und dann im Falle eines Schattens nicht nur ein Modul weniger Leistung abgibt sondern die Gesamtanlage gedrosselt wird. Ähnlich eines verstopften Schlauches. Bei uns kann nun also die rechte Seite volle Leistung bringen, während die verschattete linke Seite vor sich hin röchelt.

Für die Ästhetiker unter euch: Wegschauen! Durch die Dachflächenfenster und den Schornstein ist die Anordnung der Module nicht wirklich stimmig. Aber wie sagt man so schön: form follows function.

Während HSL Laibacher also heute die Anlage fertig stellen konnte ging es für die Estrichleger erstmal nur um das Vorbereiten. Wir bekommen im gesamten Haus 90mm starke Dämmplatten aus Styrodur gelegt.

Ringsherum kommen Randdämmstreifen, in die Fugen Styrodurkugeln, abgebunden mit dünn angemischtem Zement und oben drauf eine Folie zur Trennung.

Die Ausschnitte für Dusche, Badewanne, Kamin und Wäscheabwurf werden definiert und ausgespart.

 

An Tag Zwei sollte es dann rund gehen. Voller Tatendrang standen die Jungs bereit, Richtscheit und Schaufel im Anschlag. Förderschlauch und Auslaufbock lagen schon im Haus, die Gummistiefel waren angezogen. Und dann? Tjoa, nix. Die Starterbatterie der Estrichpumpe mag nicht mitspielen, hat Sie doch anscheinend vergessen, dass Sie eine entscheidende Rolle im Gesamtsystem einnimmt. Also ging es erstmal zum Baumarkt, eine neue Batterie kaufen. Um es vorweg zu nehmen, die Jungs haben ihr Tagespensum trotzdem geschafft.

Wir bekommen einen Zementestrich, angeliefert in 25kg-Säcken, klassisch angemischt mit Kies und Wasser. Eingebracht und abgezogen per Hand, geglättet mit etwas, was aussieht wie eine überdimensionale Poliermaschine.

Wat ein Knochenjob, ich sag es ja immer wieder……Augen auf bei der Berufswahl

Und nun? Nun heißt es ‚Betreten verboten‘, mindestens eine Woche. Puha….

Bien Zenker liest mit…

…und gibt gute Tipps. Bezüglich der angesprochenen Problematik mit dem gesonderten Zähler für den Aussenwasserhahn haben wir den Hinweis auf sogenannte Zapfhahn-Zähler bekommen. Diese werden direkt an den Hahn montiert und sind ebenso zugelassen. Danke für den Hinweis.

Armierungsputz

Samstag, das einzige was auf dem Zettel steht ist das gemeinsame Familienfrühstück. Danach wollten wir das Haus im jetzigen Zustand einfach mal auf uns wirken lassen. Strolcht man ganz in Ruhe durch die Räume kommt einem ja schon noch die eine oder andere Ausstattungsidee. Doch welch Überraschung, da werkelt ja jemand? Die Putzer der Firma Wolf sind da und machen still heimlich den Armierungsputz fertig. Ein wenig angefressen fragen sie nach Bauwasser, immerhin seien sie ja schon ein paar Stunden im Gange. Das muss man aber auch erstmal wissen….

Naja, im Grunde brauchten sie das Wasser auch nur zum Werkzeuge reinigen, der Putz von Sto kommt fertig gemischt im Eimer. Nächste Woche Samstag soll dann der Oberputz aufgebracht werden. Wir freuen uns schon, das Haus dann mal in voller Pracht ohne Gerüst zu sehen.