Und es wird noch voller

Wollt ihr mal raten?

Ja richtig, der Stelltrupp ist wieder da

Diese Woche steht für die Jungs nur eins aufm Zettel: Gipsplatten. Und davon viele. Die Decken werden beplankt, Laibungen für die Dachflächenfenster modelliert und der Schornstein verkleidet.

Okay, so ganz stimmt das nicht. Zwischendurch habe ich mir mal den Dennis geschnappt und ihn vom ganzen Gipskram erlöst. Wir sind ab aufs Dach und er hat den Durchgangsstein für die Satschüssel gesetzt. Nett wie er ist, hat er dann auch gleich geholfen, die Dachsparrenhalterung auszurichten und die Schüssel zu montieren. Ich glaub, er war froh über die Abwechslung.

Damit es so richtig schön wuselig im Haus wird ist die Firma Zimmermann diese Woche mit zwei Mann vor Ort und Zöller Sanitär hat sich ebenfalls mit zwei Mann hinzu gesellt. Es geht also mächtig voran. Wir lassen einfach ein paar Bilder sprechen, ne spektakuläre Story gibt es dazu irgendwie nicht.

Ach doch, etwas gibt es doch zu berichten. Beziehungsweise ein Hinweis für andere Bauherren, bei uns ist es leider einen Tag zu spät aufgefallen.

Wir wollen unsere extra tiefe Badewanne in einem Styroporträger direkt auf die Zwischendecke stellen. Daher sollte eigentlich so wenig wie möglich in diesem Bereich verlegt werden. Auf uns kommt nun ein bissl Bastelarbeit zu um den Wannenträger an die Leitungen anzupassen. Ebenso liegen Leitungen im Bereich der Duschablaufrinne. Diese konnten wir zum Glück noch ein wenig nach außen biegen, hoffentlich passt die Rinne nun dazwischen. Also Augen auf!

Und noch ein Hinweis, bei uns leider auch zu spät aufgefallen: Man kann den Außenwasserhahn an einen gesonderten Wasserzähler hängen. Dann muss man für das Gartenwasser keine Abwassergebühr bezahlen. Hierfür muss die Leitungsverlegung aber explizit ausgelegt sein. Bei uns hängt der Außenhahn mitten im Kreislauf mit drin, also keine Chance auf einen zweiten Zähler.

 

Fliesen, Fliesen, Fliesen

Lange haben wir nach Fliesen für unser Elternbad und das Gäste-WC gesucht. Wenn man so überhaupt kein Fliesenfan ist, stellte sich die Auswahl als äußerst tricky dar.

Diverse Male innerhalb des letzten halben Jahres dachten wir, fündig geworden zu sein, vor allem der Bauherr war etliche Male restlos begeistert. Doch bei Ansicht unserer Auswahl haben wir immer und immer wieder unsere Entscheidung über Bord geworfen. Bisher war also offensichtlich nicht das Richtige dabei.

Also wurde Google zum x-ten Mal nach einem Laden vor Ort befragt, sodass wir auf Hermitage aufmerksam wurden und uns auf den Weg machten.

Hermitage hat eine große und vielfältige Auswahl. Wer da nicht fündig wird, der muss sich seine Fliesen vermutlich selbst gestalten und fertigen lassen. Von ausgefallenen Versace-Fliesen mit Goldornamenten, unifarbenen, bunten und modernen Wandfliesen in den unterschiedlichsten Formaten, Metrofliesen über unzählige Holzoptikfliesen ist dort alles zu finden. Vermutlich braucht man gut zwei Stunden um jedes Fach einmal hervorzuziehen und anzuschauen. Daher ist die kompetente Beratung ein Muss.

Auch ohne Termin nahm sich Garri viel Zeit für uns, ging auf unsere optischen Wünsche und preislichen Vorstellungen ein und gab uns auch ehrliches Feedback, wenn er eine Kombi nicht so harmonisch fand. Nach gut drei Stunden verließen wir den Laden dann erschöpft aber zufrieden und mit einem Angebot und zwei Musterfliesen unter dem Arm.

Nun, rund drei Monate später war es an der Zeit für unsere Fliesenbestellung. Also schlugen wir erneut bei Hermitage und Garri auf um das ganze dingfest zu machen.

Die Wandfliese im Gästebad mussten wir aufgrund der bevorstehenden Schwierigkeiten beim Verlegen der 3D-Optik noch einmal ändern. Da wir bei der damaligen Auswahl schon einer Alternative ins Auge gefasst hatten, fiel die Entscheidung leicht.

Für das Gäste- und Elternbad wurde also eine Bodenfliese (20×120) in Holzoptik sowie die passenden Sockelfliesen bestellt. Die Wandfliese im Gäste-WC wird nun eine großformatige (40×120), matte, grobstrukturierte „weiße“ Fliese. Die Kombi der Boden- und Wandfliese passt nun perfekt zu unserem Waschtisch, der schon seit einigen Monaten in unserem Keller steht. Das wird ein Träumchen von Gäste-WC und ich sehen es schon vor meinem inneren Auge.

Das Elternbad erhält die selbe Bodenfliese, da uns die einfach super gut gefällt. Bei der Wandfliese haben wir etwas Mut bewiesen und uns für eine großformatige (40×120) Fliese in „Stoffoptik“ entschieden. Wir sind schon gespannt wieviele Gäste bei der ersten Führung durch unser Traumhaus die Wand befühlen, da es auf den Blick nicht nach Fliesen aussieht.

Hinter die offensichtlich schwierigste Ausstattungsentscheidung dürfen wir nun also auch endlich einen ✅ setzen.

Die Baustelle füllt sich

Das Wochenende hat unsere Gemüter einigermaßen beruhigt, weiter geht’s also aufm Bau. Uns bleibt nach wie vor die Beobachterrolle. Nun wird’s aber langsam voller im Haus und es gibt entsprechend mehr zu gucken.

Der Stelltrupp ist wieder da und kümmert sich diese Woche um die Restarbeiten am Dach,  um die Fassadendämmung, fängt mit dem Trockenbau an, verfüllt die Lücken um den Schornstein und baut die Bodeneinschubtreppe ein. Irgendwie alles aufhaltende Fummelarbeiten.

 

 

Nebenher ist mittlerweile die Firma Zimmermann, also der Hersteller der Proxon-Lüftungsheizung, am Werkeln. Die provisorische Werkbank macht schonmal was her.

Zunächst finden Zentralgerät der Lüftung, die Drosselklappen und der 300l-Wasserspeicher ihren Platz im Technikraum.

 

Es folgt die Verrohrung darüber. Die Ausführung kann mit der provisorischen Werkbank mithalten.

Das sieht alles sehr sauber und ordentlich aus, Kompriband und Schrauben sitzen dort wo man sie vermutet und Zeit für Gedanken über die Position der Lüftungsauslässe ist auch noch. So haben wir vor Ort ein wenig die Auslässe in der Erdgeschossdecke umgeplant. Nun ergibt das alles ein etwas stimmigeres Bild in Verbindung mit den Deckenspots und den Rauchmeldern. Wenn wir irgendwann fertige Bilder zeigen, wisst ihr was wir meinen.

Die Sache mit der Schwerkraft

Aufgeregt geht es in die neue Woche. Für Montag waren zwei wichtige Termine geplant, der Einbau der Haustür durch die Firma Tischlerei Maik Othmer sowie der Austausch von Fenstern durch Bien Zenker.

Gehen wir zunächst mal auf die Fenster ein. Bien Zenker hat während der Qualitätskontrolle im Werk festgestellt, dass acht unserer verbauten Fensterrahmen verzogen bzw. wellig sind. Passiert sein soll das Ganze, weil sie auf dem Bock verzurrt auf dem Hof in der Sonne standen. Unsere graue Folierung und die Kraft der Sonne deformierten die Rahmen relativ zuverlässig. Gut, dass es direkt aufgefallen ist und neue Rahmen geordert wurden. Von Bien Zenker war also ein Mann direkt aus dem Werk vor Ort, unterstützt von zwei Fensterbauern des Lieferanten. Nach und nach wurde also pro Fenster gewerkelt, Rollladenkasten raus, Dämmung raus, Scheibe raus, Rahmen raus, neuer Rahmen rein, ausrichten, wieder eindichten, Scheibe rein und so weiter und so fort. Alles kein Problem, so wurde es mir zumindest gesagt. Ein Problem ergab sich dann jedoch sofort. Die große Panorama-Scheibe im Essbereich war schlichtweg zu schwer. Trotz fünf kräftiger Männer hat die Schwerkraft gesiegt und die Scheibe Richtung Bodenplatte bewegt. Ein minimales Auftitschen hat gereicht.

Am Morgen des Dienstags war der Fensterspuk dann auch schon wieder vorbei. Angeblich sei alles fertig. Naja, da lässt sich drüber streiten. Wie formulieren wir das jetzt mal einigermaßen freundlich? Hmm, sagen wir mal so……der Bauleiter hat direkt einen Kundendienst geordert zwecks Nacharbeit.

Keiner der neuen Rahmen wurde nach oben hin verschraubt. Die Führungsschienen der Raffstores bzw. der Rollläden waren teilweise nicht korrekt befestigt. An der „Rauchertür“ neben der Küche fehlen Aufnahmen für die Türzapfen. Ein paar Fensterbänke und Fensterbankecken benötigen noch ein bisschen Liebe und jede Menge Schraubenabdeckungen. An vielen Glasklemmleisten finden sich Macken. Und das Gästebad ist nun undicht, als wenn man einfach nur eine OSB-Platte vor den Ausschnitt geschraubt hätte.  Ergebnis: Im ersten Anlauf mit einem Wert von 1,69 durch den Blower Door Test gefallen. Die noch anwesende Stellkolonne eilte also schnell mit Dichtband herbei und arbeitete an diversen Stellen nach. Der zweite Versuch lag dann immerhin bei 1,2irgendwas. Bestanden, aber schön ist etwas anderes. Nun warten wir also mal die Nacharbeiten ab.

 

Zum Thema Haustür……die Firma Maik Othmer reiste ebenfalls am Montag aus Sarstedt an und hatte unsere Prachttür dabei.

Leider ereilte das Türblatt das gleiche Schicksal wie die Panoramascheibe. Die Schwerkraft war eindeutiger Sieger und versaute den beiden Monteuren und uns schon kurz nach dem Ausladen die Laune.

Anders kann ich mir die restliche Arbeitsqualität auch nicht erklären. Im Vorfeld sprachen wir mehrfach die Abdichtung bzw. die Anbindung des Türrahmens an die Dampfsperre des Hauses an. Zusätzlich lieferten wir Zeichnungen von Bien Zenker über die geforderte Anbindung UND wiesen auch morgens vor Ort nochmal explizit auf die Besonderheiten hin. Wobei, eigentlich war es nicht so besonders. Dampfsperre des Hauses in den Rahmen legen, Sperrband des Rahmens drüber, verkleben, fertig.

 

In der Praxis waren die Monteure leider anderer Meinung. An der rechten Seite und über der Tür wurde die Dampfsperre einfach beiseite geklappt und die Folie der Tür an die Holzbalken geklebt.

An der linken Seite entdeckte ich dann das Highlight des Tages. Die Dampfsperre wurde bündig an der Rigipskante abgeschnitten und die Folie der Tür drüber geklebt. Wird schon keiner merken, wa? Pustekuchen….

Tiefer konnte die Laune nicht sinken. Da störte die Unterkante mit Fingergroßen Löchern schon gar nicht mehr.

Nicht unerwähnt lassen wir an dieser Stelle das in dem mittleren Scharnier die Führungsbuchse fehlt.

Und über die Ausführungsqualität der Sensorabdeckung darf sich jeder selber ein Bild machen. Hat wohl ein Azubi gefeilt inkl. Kratzergarantie.

Naja, einige Telefonate folgten und Dienstagnachmittag standen zwei neue Herren auf der Baustelle und wollten den Pfusch des Vortages beheben. Die Anbindung der Folien ist nun zufriedenstellend, die neue Rigipskante stellt uns nun jedoch vor ein paar Stunden Nacharbeit während des Trockenbaus. Schade irgendwie.

Immerhin ist der Türrahmen nun dicht und zeigte im Rahmen des BlowerDoor-Testes keine Auffälligkeiten. Ein neues Türblatt wurde uns für Anfang Oktober versprochen, die Anfrage nach dem Entgraten der Bohrlöcher blieb unbeantwortet. Unser Fazit bezüglich der Firma Maik Othmer dürft ihr für Oktober erwarten. Die Optik gefällt uns schonmal:

 

Neue Woche…

….und wir hören auf die Montagetage zu zählen. Das Haus steht soweit. Wer jedoch glaubt, ein Fertighaus ist nach diesen paar Montagetagen auch wirklich fertig, der irrt. Es fehlt tatsächlich noch jede Menge. Los geht’s erstmal mit dem Aufräumen der Baustelle. Immerhin ist heut morgen endlich der Müllcontainer eingetrudelt. 

Dann geht es an die Abdichtung der Dachflächenfenster, dem Einbau der Ausstiegsluke für den Schornsteinfeger und dem anschließenden Eindecken des Daches. 

Vor Ort sind drei Monteure von Bien Zenker sowie ein Elektriker. Dieser nimmt sich der Verkabelung des Dachgeschosses an während die Ziegel über ihm nach und nach ihre finale Position finden. 

Zum Feierabend war die Südwest-Seite fertig…die untere Reihe ist noch offen, um die Regenrinnen montieren zu können.

 

Montagetag 3

Der Bauherr hat im Bulli vor Ort gepennt. Mehr oder weniger erholt ging es also um 6.30 Uhr weiter. Kurz die Zahnbürste geschwungen und nen Kaffee gekocht, schon kann weiter beobachtet werden. Ob die Jungs genervt sind, wenn jeder Handgriff beobachtet wird? Hmm….wir wären es. 

Schrecklich wenn man selber Schrauber ist und sooo gerne etwas anderes tun möchte als Brötchen schmieren und Fotos machen. Aber naja, es kommen noch genug Aufgaben auf uns zu. 

Im Laufe des Vormittags gab es dann ein schönes Puzzle für Erwachsene. Die Podesttreppe samt haushoher Wand im Treppenauge. Eine eher außergewöhnliche Variante und selbstverständlich schreibt niemand eine Anleitung für sowas. Das Puzzle wurde gelöst, jedoch hat es einige Zeit gekostet.

Nebenbei fingen die beiden Elektriker an, ihre Strippen zu ziehen. Für uns auch eher ein Puzzle, für die beiden anscheinend nicht, am frühen Nachmittag war das Erdgeschoss verkabelt.

Gegen Mittag war das Treppenpuzzle gelöst und es ging an die Dachgeschossdecke, gefolgt von den Giebeln, den Fetten und schließlich den Dachelementen. 

Nun hatten wir als Bauherren auch endlich was zu tun….Vorbereitung des Richtfestes.  Zum Glück war das vierte Grundstück hinten links noch unberührt und Anja und Markus erlaubten uns die Nutzung. Die Zelte standen schon seit Mittwoch, also raus mit den Bierbänken, den Tresen, der Zapfanlage und dem Grill. Dank Jan und Adam Getränke haben wir die Getränke samt Hardware und Kühlanhänger schon seit Mittwoch vor Ort und mussten nicht mehr rumgurken. Der Kühlanhänger war übrigens eine sehr gute Investition, jeder der Monteure und LKW-Fahrer hat sich über ne schöne kalte Coke zwischendurch gefreut. 

Da wir viele Kinder erwarteten gab es noch ein kleines Special:

Die Hüpfburg haben wir von A&V Partyverleih in Celle geliehen und kam seeeehr gut an. Ähnlich gut wie das frisch gezapfte Ratskeller bei den Vätern. 

Gegen 19 Uhr war das Dach zu, die Bäuche der Gäste voll, der Schornstein als letztes Teil gesetzt und es ging aufs Gerüst zum Richtspruch. 

Die Gläser zersprangen und mit ihnen auch eine gewisse Anspannung. Das waren schon enorm viele Eindrücke die letzten Tage. Wir haben uns sehr gefreut über die vielen Gäste. Vor allem auch, da so viele der neuen Nachbarn da waren. Und das nicht nur zum Anstandsbesuch für zehn Minuten. Und natürlich herzlichen Dank für die all die tollen Geschenke. 

Der Samstag ging dann fürs Aufräumen drauf, man konnte mal wieder gaaaanz in Ruhe duschen und die Kinder stellten schnell fest, dass Papas Akku ganz schön leer war. Dabei wollten sie doch unbedingt mal wieder mit ihm spielen…

Montagetag 2…

…im Volksmund Stelltag 1. Im Morgengrauen ging es los, zu den Keksen gesellte sich Quellmörtel und ehe man sich versah kam auch schon die erste Hauswand geflogen. Bien Zenker war mit vier Mann vor Ort, einer stand auf dem LKW und hängte die Teile an, drei waren am montieren. 

Die Außenwände werden zunächst mit Drehstangen am Umkippen gehindert, eine Seite Rechtsgewinde, andere Seite Linksgewinde, so gelingt das einfache Ausrichten. 

Die Position auf der Bodenplatte ist dabei noch nicht final. Steht der Kranz aus den Außenwänden, wird dieser im gesamten mit Brechstangen in Position gehebelt. Nach und nach werden jetzt alle Erdgeschoss-Wände gesetzt, jeweils verbunden über drei kräftige Schrauben, die in die Stirnseite geschraubt werden. 

Eine Besonderheit ist bei uns das geschossübergreifende Fenster im Treppenhaus. Dieses Element besteht direkt aus Erd- und Dachgeschoss und überragt den Rest wie der Boss des Erdgeschoss. 

LKW Nummer 2 hat die Treppe an Board, gebaut von der Firma Müller Treppenbau. Diese wird erstmal seitlich gelagert damit LKW Nummer 3 die nächsten Hausteile, Zwischendecke und Dachgeschosswände, bereitstellen kann. Zur Orientierung, es ist grad mal 11 Uhr und es wird die Zwischendecke montiert. 

Auf LKW Nummer 4 sind dann die restlichen Teile vom Dachgeschoss sowie sämtliche Dachelemente. 

Am frühen Abend schien dann tatsächlich der Supergau einzutreten. Vorhergesagt war ein schweres Unwetter. Die ersten Bilder und Anrufe aus Hannover ließen uns auch ziemlich spontan schwitzen. Dort war Land unter. Da die Blitze schnell näher kamen zog der Kranführer seinen Arm ein und wir machten den Grill an. Gott sei dank zog die harte Unwetterfront knapp an uns vorbei und wir bekamen ‚nur‘ eine kräftige Dusche ab. Es hätte schlimmer kommen können. Die Monteure beruhigten uns, dass das bissl Wasser nicht sonderlich schlimm sei. Wenn es damit Probleme geben könnte, dann könnte man ja niemals nie ein Fertighaus bauen. Wir glauben, die haben recht. Ein mulmiges Gefühl beim Blick auf die triefende Dämmung bleibt trotzdem. 

Nach der Zwangspause wurde fleißig weiter montiert. Zum Feierabend standen alle Wände im Dachgeschoss.

 

Das Haus wird gestellt

Mittwoch – wir definieren ihn mal als Montagetag 1. Wie aufregend, es geht endlich los. Tatsächlich waren die letzten Wochen ganz schön am rennen. Das könnte aber auch am drum herum liegen. Fiene ist in den Kindergarten gekommen, Lenni läuft nun und wir fangen an, erste Ausstattungsdetails zu konkretisieren bzw. zu bestellen. 

Aber zurück zum Haus. Als erstes wird das Gerüst gestellt. Dies wird einfach um die Bodenplatte gebastelt. Idealerweise weiß die Gerüstfirma, in welche Richtung die Giebel zeigen, in unserem Fall musste ein kleiner Tipp gegeben werden. Hatte man beim Anblick der nackten Bodenplatte noch das Gefühl, man baut eine kleine Hundehütte, änderte sich das Raumgefühl mit dem Gerüst schlagartig. Plötzlich wirkte es als ob ein Hochhaus gebaut wird. 

Der Schornstein der Firma Plewa wurde schon vor ein paar Tagen geliefert, heute morgen gesellten sich auch die Ziegel dazu. Als der Kranführer anrückte gab es natürlich direkt die ersten Verwirrungen. Der Schornstein lag auf der falschen Seite des Hauses und wenn die Ziegel nicht Kreuz und Quer neben dem Haus stehen würden, hätte er den Kran auch anders platzieren können. Aber nach ein paar mal rangieren war der Kranstellplatz bezogen. 

Abends kam dann der erste LKW mit dem gesamten Erdgeschoss zur Baustelle und die Monteure von Bien Zenker trudelten ein. Erste Amtshandlung: Katja Sprint verlegen. Mit Nachnamen Abdichtungsbahn genannt dient sie als Feuchtigkeitssperre auf der Bodenplatte. 

Dann ging’s ans Ausmessen und markieren der Wandpositionen und es wurden die Höhenunterschiede der Bodenplatte mit Holzplättchen, liebevoll Kekse genannt, ausgeglichen. 

Selbst ist die Frau – Der Bitumenvoranstrich

Nachdem wir gestern unser Vorhaben, die Bodenplatte mit dem Bitumenvoranstrich zu verschönern, aufgrund von hitzigen Temperaturen und praller Sonneneinstrahlung abgebrochen haben, war nun meine Chance gekommen, mal völlig alleine tätig zu werden. Mann und Kinder durften also den Morgen entspannt liegen bleiben während ich mich schmutzig machte.

Ich hatte noch die Worte des Bauherren vom Vortag im Kopf, dass die Bodenplatte staubfrei sein muss. Ha, realistisch ist das in der freien Wildbahn und umgeben von Sand-, Erd- und Baustellenwüsten jedoch nicht. Aber man soll mir nicht nachsagen, dass die Bauherrin nicht ihr Bestes gegeben hat. Also fegte ich wie wild drauf los. Meter für Meter um den Anstrich möglichst perfekt aufzutragen. Die wenigen Wolken machten die Prozedur dann doch um einiges Angenehmer als am Vortag.

Stolz darf ich Euch nun das Ergebnis präsentieren. 😀