Abnahme der Bodenplatte

Die Platte liegt nun seit 6 Tagen und trocknet unter der Plane schön langsam vor sich hin. 

 

Zeit also, das offizielle „Okay“ seitens Bien Zenker einzuholen und die Platte abnehmen zu lassen. Da unser Bauleiter im wohlverdienten Sommerurlaub ist trafen wir seinen Vertreter. Stefan Beisel, unser Baubegleiter von Top Exergy, war auch vor Ort und unterstützte uns, sobald wir ein Fragezeichen im Gesicht hatten. Das kommt zum Glück nicht allzu oft vor 🙂

Die Platte wurde also vermessen. Sowohl bei den Außenmaßen als auch bei der Höhentoleranz bekommt sie eine 1 mit Sternchen. Gäbe es ein Hausaufgaben-Heft, würde Brodersen Bau einen Bienen-Stempel hineinbekommen. 

Wir gingen am Tablet Punkt für Punkt die Checkliste durch und hatten genug grüne Punkte, um direkt online das „Go“ an die Bien Zenker Zentrale in Schlüchtern zu melden. Der Bluetooth-Drucker im Kofferraum spielte auch mit und so freuten sich alle mit dem Bauleiter über sein neues Spielzeug und die Ankunft in der digitalen Welt. 

Zwei Hausaufgaben haben wir jetzt noch bis zum Stelltermin. Den Bitumen-Voranstrich auf die Stirnseiten der Bodenplatte auftragen und beim Stromversorger nachhaken, wann denn eigentlich mal die Baustromsäule gesetzt wird. Naja gut, ein bissl mehr gibt es schon zu tun, aber die alltäglichen Planungen rund ums ‚Haus bauen‘ nimmt man schon kaum noch wahr. 

Dienstag, immer noch warm

Der finale Tag der Erdarbeiten bricht an. Es muss noch der äußere Ringerder gelegt werden und das Regenwasser hat angekündigt, dass es gerne durch KG-Rohre zum Sickerschacht fließen möchte. 

Zunächst kam also die altbekannte Tätigkeit, Sand beiseite schaufeln. Für den Erder und die Regenwasserrohre gab es einen schönen Graben. 

Die Widerstandsmessung des Ringerders wurde mit Bravour und einem Wert von unter 70 Ohm bestanden. 

Der Sickerschacht besteht aus drei gelöcherten Betonringen mit Aufsatzstück und geschlossenem 12 Tonnen Deckel. Das ganze haben wir in die hinterste Ecke des Grundstücks gesetzt, 40cm unterhalb des gewachsenen Geländes. Somit kann man ganz normal Rasen drüber Pflanzen oder was auch immer. Im Fehlerfall muss natürlich eine Schaufel parat stehen, aber davon gehen wir nicht aus. Die Versickerungsleistung unseres Bodens ist allererste Sahne. 

An die spätere Garage wurde selbstverständlich auch gedacht. 

Abschließend wurde alles nochmal schön abgezogen, unser Erdhaufen in Form gebracht, der Kranstellplatz und die Gerüstfläche verdichtet und alles ein wenig hübsch gemacht. 

Während Norbert und Manu ihr Equipment verladen haben, konnte ich mir mal in Ruhe ein wenig Gedanken zum Fazit der ersten „richtigen“ Aktion machen. Im Grunde: Wir sind voll und ganz zufrieden, regelrecht glücklich. Wir haben gut helfen können, die Arbeit von Brodersen Bau in persona von Norbert und Manu war höchst professionell und gleichzeitig unbürokratisch, die eisgekühlten Getränke gegen die Hitze von oben kamen gut an und man hat endlich mal richtig was geschafft. Das Angebot war wirklich sehr realistisch abgegeben und wir konnten den Preis knapp unterbieten. Die Erde sind wir auch sehr gut losgeworden ohne die Abfuhr zur Kippe bezahlen müssen, danke an die neuen Mitbewohner im Ort!!!

Also, alles gut soweit… 🙂 kommt gut nach Hause, wir empfehlen euch auf jeden Fall weiter. 

Neuer Montag, neue Arbeit, selber Sand

Weiter geht’s. Der Wetterbericht ist auf unserer Seite und beschenkt uns mit 13 Sonnenstunden und Temperaturen jenseits der 30Grad-Marke. Also kaum etwas zu meckern 🙂

Getränke und Eiswürfel sind aufgefüllt, Norbert und Manu haben sich auf der Autobahn genug ausgeruht und so stand der Übergabe-/ Wartungschacht auf der ToDo-Liste ganz oben. 

Dazu gehen wir nochmal ein wenig zurück. Unser Haus ist rückstaugefährdet. Also niemals nie in der realen Welt, eher wird Deutschland am grünen Tisch doch noch zum Weltmeister gemacht. In der Entwässerungsgenehmigung steht’s aber leider so drin. Und das ganze, weil während der Erschließung auf der falschen Seite eines Kanaldeckels angeschlossen wurde. Über die Schuld daran streiten die Gelehrten. Nun ist es also wie es ist, ich habe mich an die Firma H2o aus Hannover gewandt um bestmöglich aus der Nummer hervorzugehen. Vom Architekten hörte ich ständig etwas von Pendelklappen als Rückstausicherung. Liest man sich durch Datenblätter und technische Produktbeschreibungen wird man förmlich angeschrien: FÜR FÄKALIENHALTIGES WASSER NICHT ZUGELASSEN. Mit Herrn Linke, Geschäftsführer bei H2o, unterhielt ich mich recht lange über die Thematik und er riet mir zu einer Pumpfix F von Kessel, eine elektrisch angesteuerte Motorklappe. Der Sensor schaut Richtung Schmutzwasserfließrichtung, erkennt ankommenden Rückstau, schließt per Motor seine beiden klappen und pumpt unser Abwasser an den Klappen vorbei. Ganz einfach, oder? Aber auch nicht wirklich erschwinglich. 

Verbaut ist diese Klappe im Kunstoffschacht von Kessel. Dieser dient dann auch gleichzeitig als Übergabeschacht für die Gemeinde. 

Erstmal gibt’s ein schönes Loch in den Sand, unten glatt ziehen und schon wird der Schacht versenkt. Dann kam die Zeitfresser-Tat des Tages. Verrohrung mit 100er KG-Rohren. Ganz rechts kommt das Obergeschoss raus, die beiden linken sind für das Erdgeschoss. Und die Ausgänge der Mehrsparte sieht man auch. 

Zum Feierabend hat sich die Gemeinde angekündigt. Drucktest des Systems. Dazu wird der Schacht mit einem Ballon Richtung Kanal zugemacht und bis Oberkante mit Wasser gefüllt. Hält sich dieses, weiß man, dass die Verrohrung dicht ist. Da unser Gemeindemensch ganze 5 Minuten vor Ort war gehe ich mal von einem zufriedenstellendem Ergebnis aus. 

Also konnte die Grube wieder aufgefüllt und verdichtet werden und das Feierabendbier in Angriff genommen werden. 

Fiene hat noch schnell ein Selfie gemacht und festgestellt, dass man dabei die Augen ruhig auflassen kann… 🙂

Baustart die Zweite

Da ist er, der Montag Morgen. Schnell die Kids in die Krippe bringen und ab geht’s zur Wiese. Norbert und Manu warten schon auf mich. Wir stürzen noch kurz den Kaffee vom Bäcker die Kehle runter, sprechen nebenbei die Pläne durch und wecken die beiden gelben Monster auf. Bis mittags war der Bereich der Bodenplatte, der Einfahrt und der Garage von Erde befreit. Dazu musste ca 50cm ausgekoffert werden. Um Füllsand zu sparen wurde noch ein wenig aus dem Bereich der Bodenplatte Richtung Einfahrt und Garage geschmissen und direkt verdichtet. 

Mittags trudelten dann die ersten Laster ein. Erstmal gab es eine Ladung Recyclingschotter für die Einfahrt und den Kranstellplatz. Danach kam nur noch Sand. Wir haben Lage für Lage verdichtet und die Nachbarn waren in der Zeit damit beschäftigt, ihre Regale festzuhalten. Das hat schon ganz schön gebebt. Ein Wunder dass sich so ein Rüttler nicht selbst in alle Einzelteile zerlegt. 

Tag 2 beginnt, wie der Erste endete. Eine Fuhre Sand nach der nächsten wurde geliefert und eingebracht. Insgesamt 240 Tonnen. 

Plötzlich wurde es ganz still. Fast beängstigend still. Bis ER um die Ecke getrabt kam, wild schnaubend regelte die Hydraulik, angefeuert von den Laserempfängern an seinen Hörnern. Der Bull Blaster, zuständig für die Beseitigung sämtlicher Unebenheiten im Sand und die erhöhte Tankrechnung des Radladers. 

Der Druckplattentest war schnell abgehandelt, die Sandplatte wurde ordnungsgemäß verdichtet. Ich sag mal: kein Wunder. 

Im Anschluss wurde gemessen. Wir machten die Feinabsteckung selbst und orientierten uns dabei an den beiden vorderen Grenzen. 3m zum Weg und 6m zum vorderen Grundstück sind aber auch dankbare Maße. Noch schnell die 16cm Dämmung des Hauses abziehen und fertig war das Schnurgerüst. Mit der Höhe half uns wieder der Rundlaser samt Empfänger, als Referenz diente die Höhe eines Kanaldeckels. Bei den Grenzsteinen weiß man ja leider nie, wie oft sie schon überfahren wurden und ob die Höhe davon noch passt.

Und dann? Dann war es an der Zeit die mühsam erstellte Sandplatte direkt wieder zu zerstören. Die Schmutzwasserleitungen und die Mehrspartenhauseinführung Quadro-Secura von Doyma wollten unbedingt aus der Sonne raus und fanden ihre Plätze für die nächsten 100 Jahre. 

Tag 3 beginnt mit dem unterseitigen Dämmen der Bodenplatte. Wir verbauen Dämmstoffplatten von Ursa aus Polystyrol-Hartschaum. Diese werden einfach mit leichtem Versatz Reihe für Reihe verlegt und von einem Betonfundament umfasst. In dieses werden dann die Schalungsplatten gesetzt.

Der Rest des Tages stand ganz im Zeichen des Stahls. Aus unterschiedlichsten Matten, Stangen, Einlagen, Zulagen und Erdungsbändern entstand das schönste Puzzle der Wedemark. Ein Traum für jeden Metaller. 

Nun sah man auch, warum die Statik für die Bodenplatte so unverschämt teuer war. Brodersen meint, er hat selten soviel Stahl in einer Platte gesehen. Wir sind uns einig, dass diese Bodenplatte den Planeten überleben wird. 

Tag 4…..und es wird emotional. Der Beton ist für 9 Uhr angekündigt, also bereiteten wir die Erinnerungsstücke vor, die wir einbetonieren wollen. 

Die Pumpe kam pünktlich, zwei Ladungen Beton a 8 Kubikmeter auch. Doch irgendwie grummelten alle so vor sich hin. Als wir hörten, dass eigentlich noch ein bissl mehr Beton bestellt wurde und drei Fuhren bereit stehen müssten, sank auch die Bauherrenlaune. Es wurde also erstmal der vorhandene Beton eingebracht und mit der Eigenbau-Patsche geglättet. Der erste Laster holte noch schnell eine dritte Ladung. so kamen wir am Ende auf 18,5 Kubikmeter.

Der Fahrer war schnell genug, der schon eingebrachte Beton hat noch nicht angezogen und es gab keine sichtbaren Übergänge. Also alles gut gegangen. 

Den ganzen Nachmittag haben wir die frische Platte dann mit einem Rasensprenger feucht gehalten, nach dem Motto viel hilft viel. Abends haben wir sie mit Folie abgedeckt. Das ganze soll ein zu schnelles Austrocknen mit Rissbildungen verhindern. 

Das war nun also der praktische Start in die Bauphase. Es wurde ja auch echt mal Zeit, die ganzen Pläne, Recherchen, Kalkulationen und so weiter hinter sich zu lassen und einfach zu schaffen. Spaß hat’s gemacht, eine ordentliche Maurerbräune haben wir uns auch abgeholt und fiebern nun der nächsten Woche entgegen. Dann geht’s um das Haus herum weiter mit den Schmutz- und Regenwasserleitungen, dem Sickerschacht und dem Übergabeschacht. 

Und hier noch Norbert und Manu, vorher und nachher. Dankeschön Jungs, es hat uns viel Spaß gemacht.

 

Grobabsteckung gegen die Langeweile

Man hat nun also noch bis Montag Zeit. Was tun? Wir haben uns schon mal um die Grobabsteckung gekümmert.

Und weil das Gerüst vom Nachbarn so praktisch neben unserem Grundstück steht kann man auch mal Bilder von oben machen. Immer gut, wenn man der Frau die doch überschaubaren Dimensionen zeigen kann. Bei 500qm muss ordentlich durchdacht werden, was überhaupt um das Haus herum passieren  und gepflanzt werden soll. Zumal die Kids laut ihren ersten Überlegungen ein 8m langes und 6m breites Klettergerüst bekommen sollen. Und einen Pool. Und Hochbeete. Und ’ne Hängematte, also mindestens zwei große Bäume. Frauen…..

Dass wir auch noch Dinge wie Mülltonnen, Geräteschuppen oder eine Versickerungsanlage unterbringen müssen erkläre ich ihr später.

In Gelb die Außengrenze, Rot das Haus, vorne die Einfahrt und nach hinten der Garten. Dieser wirkt auf dem Bild noch kleiner als er tatsächlich ist. Hinterm Haus haben wir 16,5m x 13,5m.

Baustart?

Anscheinend nur für den Bauherren. Leider stand ich im wahrsten Sinne des Wortes im Regen. Und erfuhr auch erst auf Nachfrage, dass heute kein Bagger mehr mit dem Aushub beschäftigt sein wird. Verschoben auf Montag, es bleibt spannend.

Wo kommt das Wasser her?

Aus dem Hydranten natürlich. Ünbürokratischer geht’s nicht. Man legt beim Wasserverband Nordhannover 600Taler auf den Tisch und bekommt ein Standrohr samt Hydrantenschlüssel in die Hand gedrückt. Bauwasser → check

Kackegal…

…welche Firma man für die mobile Baustellentoilette auswählt. Die Dinger stinken einfach immer. Wir haben jetzt auch eins. Und ja, es stinkt obwohl es grad erst angeliefert wurde. Viel Spaß allen Benutzern.  🙂

Das erste Date mit dem Bauleiter

Mit dem Stelltermin in der Tasche war es an der Zeit, unseren Bauleiter zu kontaktieren um sich mal kennenzulernen und vor Ort ein paar aktuell wichtige Themen durchzukauen. Wir trafen uns also auf der Wiese und sprachen über Dinge wie Kranstellplatz, Übergabeschacht, Untergrund des Gerüstes, Bitumenanstrich der Bodenplatte und erforderlichen Genehmigungen der Nachbarn. Von diesen brauchen wir nämlich für die beiden Stelltage die Freigabe, dass wir den gemeinsamen Privatweg beschlagnahmen dürfen. Dies passiert in sogenannten Überfahr- und Abstellgenehmigungen. Vom vordersten Nachbarn benötigen wir außerdem noch eine Überschwenkgenehmigung für tief fliegende Hausteile. Da wir in zweiter Reihe bauen läuft es wohl darauf hinaus, dass Hausteile über das vordere Grundstück gehoben werden müssen.

Trommelwirbel

Da war er nun, der lang ersehnte Brief. Trommelwirbel………am 9. und 10. August soll unser Haus gestellt werden. Welch freudige Nachricht. Zumal beim Blick in den Kalender sofort auffällt, dass das Richtfest dann auf einen Freitag Abend fällt. Es gibt schlechtere Aktivitäten an einem August-Abend…:) Der Bierwagen und viel Grillfläche muss also geordert werden, eine Hüpfburg kommt hoffentlich auch noch dazu und ab geht die wilde Fahrt.

Wer sich mal anschauen möchte, wie so ein Fertighaus an hoffentlich zwei Tagen komplett aufgebaut wird, der ist herzlich Willkommen. Wir werden beide Tage von früh bis spät vor Ort sein. Einfach anschreiben, dann gibt’s ganz vielleicht die Adresse.

Zum Stelltag wollen wir den Jungs aufm Gerüst gerne direkt den Dachsparrenhalter samt Satschüssel in die Hand drücken. Später bekommen wir die Teile niemals Unfallfrei aufs Dach. Es wurde also der Onlinehandel bemüht und der arme Paketmensch fluchte mehrere Tage in Folge aufgrund der Kombination aus riesigen Paketen und dem 2. Stock in einem Altbau.

Da die Thematik Fernsehen durchaus sensibel ist gehen wir bei der Ausstattung keine Kompromisse ein. Nicht dass genau zu so wichtigen Ereignissen wie einem WM-Finale oder der Wiedersehens-Show des Bachelor das Bild grieselig wird. Und für die Kenner unter uns: Die Kathrein CAS90 mit passendem UAS584 Quattro LNB hängt am DurLine Herkules Dachsparrenhalter mit 1,30m Länge. Das Ding ist so stabil, eher reißt ein Dachbalken auseinander.