Papierkrieger

Wir haben Arbeit bekommen. Ich sag mal……..endlich.

Unser netter Briefträger hatte heute die Statik des Hauses in seinem Fahrradkorb. Dezente 256 Seiten stark, 255 davon in reinem Fach-Chinesisch. Da macht das Drüberschauen besonders viel Spass.

Und da das Statikbüro das höchstwahrscheinlich weiß, haben sie direkt den Energiesparnachweis beigelegt. Der zaubert uns tatsächlich ein kleines Lächeln aufs Gesicht, A+ trotz Kühlfunktion schaut irgendwie schön aus.

Ebenso haben wir heute die Ausführungspläne vorab per Email erhalten, im Original sind sie per Post in Schlüchtern auf die Reise gegangen.  Nun heisst es ranhalten, die Statik checken um dann hoffentlich am Wochenende die Ausführungspläne in Din-A2 auf dem Esstisch ausbreiten zu können. Wir sind gespannt, ob das alles so passt wie es geplant wurde oder ob sich Änderungen ergeben müssen.

Die Mauer muss weg!

Wir mussten ran. Bei strahlendem Sonnenschein, ohne ein einziges Wölkchen am Himmel, null Wind dafür aber 30 Grad standen wir sowie unser tatkräftiger Helfer Christian auf der Wiese. Mit großem Respekt vor dem dezent einbetonierten Zaun und voller Tatendrang. Schließlich wussten wir, dass nur dieser eine Tag wochenlange sportliche Trainingseinheiten (die wir zwar nie leisten aber das können wir gut ausblenden :-D) ersetzen und uns eine feine „Bauarbeiterbräune“ bescheren wird. Den Sonnencremeverbrauch werden wir vermutlich auch nie wieder toppen können.

Leider stand der Zaun unseres Nachbarn und zugleich Grundstückverkäufers genau auf unserer Grundstückgrenze, auf der die Bodenplatte für die Garage gegossen wird. Der Zaun inkl. einer 50 Jahre alter Efeuhecke musste also zumindest erstmal im Bereich der zukünftigen Garage (6 Meter) weichen. Nicht leichter wird es, wenn der Vorbesitzer Maurer war und Betonieren offensichtlich sein größtes Hobby. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, wenn nur die Zaunpfähle einbetoniert wären. Nein, auf der komplette Längsseite unseres Grundstück ist der Zaun mit einer 10cm starken und 60cm tiefen Mauer in der Erde befestigt. Die einzelnen Zaunpfähle, die im vorigen Leben Bahnschienen waren, wurden zusätzlich mit noch etwas mehr Beton versehen. Das Stemmeisen kam also ordentlich zum Einsatz und wir haben vollen Körpereinsatz erbracht. ??

Erstmal kämpften wir mit der Hecke und dem Zaun, die offensichtlich für immer vereint bleiben wollten. Danach buddelten wir fleißig 70 cm tief die Mauer frei um sie dann zu zerstören und auf diverse Maurerkübel zu verteilen.

Es liest sich als wäre das ein Aufwand von wenigen Stunden. Tatsächlich haben wir aber zu dritt sechs Stunden geackert und geschwitzt. Und wie es immer so ist, die Männer haben nun Rücken 😀

Der erste Blickfang – Die Hauseingangstür

Endlich können wir ein weiteres Häckchen auf unserer ToDo-Liste machen.

Wir bekommen also unsere Traumtür, die wir mit Herrn Alexander Krischer vom Tischlermeister Maik Othmer konfiguriert haben. Sehr netter Mensch aber er hatte es auch einfach mit uns. Im Grunde wussten wir, welche Eigenschaften die Tür haben sollte, sodass es eigentlich nur noch um die Optik ging. Herr Krischer konfigurierte also mit uns zusammen ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Türen und dann hatten wir uns auch schon entschieden  🙂

Wichtig war uns, dass wir eine Aluminiumtür, in diesem Fall von Kompotherm bekommen. Passend zu unseren Fenstern haben wir uns farblich für Anthrazit von innen und außen entschieden. Zusätzlich ziert die Tür von außen noch drei  Holzdekorstreifen in Eiche natur. Die Tür hat eine Automatikschwelle und hält bei einem U-wert von 0,8 deutlich den Anforderungen der restlichen Hausdämmung stand.

Etwas ungewöhnlich war anscheinend unsere Wahl für Klarglas, da dies, wie man uns sagte, doch sehr selten vorkommt. Da unser Eingang jedoch nicht direkt an einer Straße sondern seitlich liegt, dazu noch in zweiter Reihe, hält sich der Publikumsverkehr vermutlich in Grenzen. Es wird sich also hoffentlich niemand an unserem morgendlichen Anblick erschrecken.  😀

Das Wichtigste und Praktischste aber überhaupt:  Es wird nie wieder jemand einen Schlüssel verlegen/verlieren ( ich zähle mich da selbst als Experte 🙂 ) oder vergessen die Tür abzuschließen, worin der Herr des Hauses glänzt. Wir bestücken unsere Tür mit einem Kompo-Escan Fingerprintsensor in der Bluetooth-Variante, natürlich versenkt im Stangengriff. Kombinieren werden wir den Fingerprint mit dem Fuhr multitronic 881 Motorschloss. Spannend……google sagt, das wäre eine geile Variante….. 🙂

Genug mit den Fakten, so wird das gute Stück aussehen: